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GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG)

Bedarfsplanung

Das Gesetz ermöglicht Ausnahmeregelungen für die Leistungsbegrenzung bei Job-sharing und Anstellung im Falle eines unterdurchschnittlichen Praxisumfangs. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wird beauftragt, eine Kapazitätsobergrenze festzulegen.

Darüber hinaus erhält der G-BA den Auftrag, mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Bedarfsplanungs-Richtlinie zu überarbeiten. Ziel ist die Sicherstellung einer bedarfs-gerechten und wohnortnahen Versorgung.

Aufkaufregelung

Die Soll-Regelung für den Aufkauf von Arztsitzen gilt ab einem Versorgungsgrad von 140 Prozent. Die Kann-Regelung bei einem Versorgungsgrad von 110 Prozent bleibt bestehen.

Alle Versuche, die Gruppe der Psychotherapeuten aus der Soll-Regelung auszunehmen, waren nicht erfolgreich. Erreicht werden konnte nur die Anhebung der Schwelle auf 140 Prozent für alle Arztgruppen.

Psychotherapeutische Leitung eines MVZ

Mit der Einführung von fachgruppengleichen MVZ werden psychotherapeutische Versorgungszentren ermöglicht. Dies impliziert, dass Psychotherapeuten die Leitungsfunktion in MVZ übernehmen können. Neben der kooperativen Leitung in fachgruppenübergreifenden MVZ wird mit der geplanten Gesetzesänderung also auch die alleinige Leitung eines rein psychotherapeutischen MVZ ermöglicht.

Befugniserweiterung

Es werden bisher bestehende Befugniseinschränkungen für Psychotherapeuten aufgehoben:

  • Verordnung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, soweit es sich um Leistungen zur psychotherapeutischen Rehabilitation handelt
  • Verordnung von Krankenhausbehandlung
  • Verordnung von Krankentransporten
  • Verordnung von Soziotherapie

Das Nähere hierzu wird der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seinen Richtlinien bestimmen.

Eine ausführliche Darstellung der Bundespsychotherapeutenkammer finden Sie im Mitgliederbereich.