Newsletter 01/2013 - Psychotherapeutenkammer Hessen

31.01.2013 Newsletter intern 01/2013


Bedarfsplanungsrichtlinie 2013 und GKV-Versorgungsstrukturgesetz

Am 20.12.2012 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Bedarfsplanungsrichtlinie geändert. Nach Genehmigung durch das Bundesgesundheitsministerium und Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist die Richtlinie am 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Aktuelle Informationen dazu finden Sie hier.

Veranstaltung „Sexuelle Gewalterfahrungen in Kindheit und Jugend“ großer Erfolg

Gemeinsam mit dem Hessischen Sozialministerium hat die Psychotherapeutenkammer Hessen eine sehr erfolgreiche Veranstaltung zum Thema „Sexuelle Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend“ in Frankfurt durchgeführt. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben teilgenommen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Pauschaliertes Entgeltsystem in Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)

Das neue Psychiatrie-Entgeltgesetz ist am 1. August 2012 in Kraft getreten. Das damit verbundene  Pauschalierte Entgeltsystem  in  Psychiatrie  und  Psychosomatik (PEPP) und der darauf fußende PEPP-Entgeltkatalog sind mittlerweile durch eine „Ersatzvornahme“ des Bundesgesundheitsministeriums (nachdem zuvor die Deutsche Krankenhausgesellschaft dem PEPP nicht zustimmen mochte) wirksam geworden. Mehrere psychiatrische Fachverbände haben sich in einem „Aktionsbündnis „Zeit für psychische Gesundheit“ zusammengeschlossen und ihren Protest öffentlich vorgetragen (bisher ohne eigene Website). Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat dem PEPP trotz Bedenken im Detail zugestimmt und sieht in der empirischen Fundierung der Vergütung eine Chance, psychotherapeutische Leistungen und die Anwendung von Leitlinien in der Psychiatrie voranzubringen. Da der gesamte Prozess der Einführung des PEPP dazu führen wird, dass in der sog. „Konvergenzphase“ zwischen 2017 und 2021 eine deutliche Umverteilung der Geldmittel zwischen den psychiatrischen Kliniken zu erwarten ist, muss die Entwicklung weiter aufmerksam verfolgt werden. Auch die Aufgaben der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in den Psychiatrien könnten sich verändern: Die Zeitanteile in der dokumentierten Versorgung der Patientinnen und Patienten könnten zunehmen, die Zeitanteile in der team- und organisationsbezogenen Arbeit könnten abnehmen. Welche politischen Folgen die deutlich unterschiedliche Einschätzung des PEPP durch die BPtK und durch psychiatrische Fachverbände hat, ist noch offen.

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/bundesgesund.html

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/workshop-ne.html

Deutsche Rentenversicherung: Dokumente online

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat zwei konzeptionelle Papiere online gestellt. In dem einen Statement wird zur Diversifizierung der Berufsgruppen in den Psychologischen Diensten und insbesondere zu den Aufgaben von PsychologInnen mit Bachelor-Abschluss Stellung genommen. Verhältniszahlen und Stellenschlüssel werden vorgeschlagen. In dem zweiten Papier nimmt die DRV zur Frage Stellung, wie Dokumentation und Diagnostik verantwortungsbewusst im Sinne der Patientenorientierung vorzunehmen ist und wie mit den Aufzeichnungen von psychologischen Beratungs- und Therapiegesprächen nach Beendigung der Reha-Maßnahme zu verfahren ist.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/277604/publicationFile/52669/psycho_berufsgruppen_studienabschluesse.pdf

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/277602/publicationFile/52831/doku_aufbewahrung_psychodaten_med_reha.pdf