Newsletter 08/2013 - Psychotherapeutenkammer Hessen

26.08.2013 Newsletter intern 08/2013

Kammeraktivitäten zu Landtags- und Bundestagswahl

Die beiden Wahlen am 22. September 2013 waren Anlass für die Kammer, mit vielfältigen Aktivitäten ihre gesundheitspolitischen Anliegen in die politische Debatte zu tragen.

Wie vor vier Jahren wurde das Gespräch mit zahlreichen Bundestagsabgeordneten und aussichtsreichen Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Da nur ein Mitglied des Gesundheitsausschusses aus Hessen stammt, waren die meisten Gesprächspartner eher fachfremd. In diesen Gesprächen wurde besonderer Wert darauf gelegt, Basisinformationen zu vermitteln.
Es  wurden insgesamt 15 Bundespolitikerinnen und -Politiker (CDU und SPD je 4, GRÜNE 3, FDP und Linke je 2) angefragt, von den Gesprächen kamen nur drei nicht zustande. Geführt wurden die Gespräche von Mitgliedern des Vorstands, aber auch die Delegierten Manfred Burkart und Michael Ruh beteiligten sich. Bei jedem der Gespräche wurden die BPtK-Broschüre „10 Tatsachen zur Psychotherapie“, sowie eine Information zur Versorgungssituation in Hessen, eine DPT-Resolution zur Honorargerechtigkeit für Vertragspsychotherapeuten und die DPT-Resolution „Versorgung bei psychischen Erkrankungen verbessern – Forderungen an die Politik im Wahljahr 2013“ überreicht. Zentraler Gesprächspunkt war die Versorgungssituation/Bedarfsplanung in Hessen, dazu kamen weitere Themen je nach Gesprächssituation und den Interessen der Gesprächspartner. Insgesamt war das Interesse am Thema “Versorgungssituation bei psychischen Erkrankungen” hoch und es gelang sehr gut, die Sachlage zu vermitteln. In vielen Gesprächen mit Politikern war hilfreich, dass deren Söhne, Töchter oder Partner psychotherapeutisch tätig oder in psychotherapeutischer Ausbildung sind.

Auf Landesebene hatte der Vorstand bereits im Januar die Spitzen aller im Landtag vertretenen Parteien sowie die gesundheitspolitischen Sprecher/ Sprecherinnen angeschrieben und seine Vorstellungen zu den folgenden Themenfeldern dargelegt: Bedarfsplanung bei psychischen Erkrankungen, Novellierung hessisches Freiheitsentziehungsgesetz, Berücksichtigung von Psychologischen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten im Hessischen Landeskrankenhausgesetz, Behandlungsvollzug psychisch auffälliger Straftäter, Bereitstellung von Studienplätzen für akademische Heilberufe, Vergütungsregelung für Psychotherapeuten in Ausbildung und Prävention psychischer Erkrankungen. Ziel war, Anstöße für die parteiinterne Programmdiskussion zu geben. In einigen Bereichen ist dies gut gelungen und insgesamt war die Vermittlung von Zusammenhängen und Hintergrundinformationen berufspolitisch notwendig und wichtig.

Vor der Sommerpause wurden Wahlprüfsteine formuliert und die Landtagsparteien um Beantwortung gebeten. Dabei beteiligte sich die Kammer an einer gemeinsamen Aktion aller Heilberufekammern, die jeweils zwei Prüfsteine beitrugen. Unsere beiden Prüfsteine zu Forderungen an die Politik bezogen sich einerseits auf die Verbesserung der Versorgung und andererseits auf die Notwendigkeit, bei der Weiterentwicklung fachlicher Standards für Erziehungsberatung und deren Finanzierung. Hier soll das Land wieder in die Pflicht genommen werden.  Die Antworten der Parteien wurden ausführlich in einer Pressekonferenz von den Heilberufekammern vorgestellt und bewertet.

Ergänzend hat der Vorstand weitere Wahlprüfsteine entwickelt. Die Antworten der Parteien auf die Fragen werden auf der Homepage veröffentlicht.Informationen dazu erhalten Sie in Kürze per Newsletter . Themen waren: Versorgung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen, Beteiligung der Landespsychotherapeutenkammer an versorgungsrelevanten Gremien, das Hessische Landeskrankenhausgesetz, Zwangsunterbringung und Zwangsbehandlung, Prävention incl. Förderung der Erziehungsberatungsstellen und die Reform der Psychotherapeutenausbildung.

Datenschutz in der Psychotherapie

Dr. Rainer Doubrawa, Datenschutzbeauftragter der Psychotherapeutenkammer Hessen, berichtet zu aktuellen Themen rund um den Datenschutz. Mehr

Urteil EuGH zum Diskriminierungsverbot

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) berichtet zu dem Urteil des EuGH über das Disriminierungsverbot wegen Behinderung im Berufsleben. Das Verbot umfasst auch psychische Erkrankungen von langer Dauer.

http://www.bptk.de/aktuell/einzelseite/artikel/eugh-urteilt.html