Tiefenpsychologische fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist neben der analytischen Psychotherapie und der Verhaltenstherapie das dritte „kassenzugelassene“ Verfahren in der ambulanten Praxis. Als eigenständiges Verfahren verbinden es gemeinsame Wurzeln mit der analytischen Psychotherapie und seine stärkere Orientierung an der aktuellen Problemlage der Patienten mit den humanistischen Psychotherapieverfahren und der Verhaltenstherapie. Im stationären Bereich, wie z.B. in psychosomatischen – und Reha-Kliniken, ist die TP zumeist in Kombination mit Kunst-, Musik- u. körpertherapeutischen Verfahren ein häufig angewandtes Verfahren.

Die TP umfasst eine Reihe verschiedener Methoden, denen folgende Annahmen zugrunde liegen:

  • Leidenszustände sind immer ein Ergebnis einer durch frühere lebensgeschichtliche Erfahrungen geprägten innerseelischen Konfliktlage, die sich in einer gestörten Beziehung eines Menschen zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen ausdrückt.
  • jegliches Verhalten wird nicht nur von bewusst wahrgenommenen Absichten und Überzeugungen, sondern auch von unseren unbewussten Gedanken und Gefühlen bestimmt und gesteuert.
  • damit die psychotherapeutische Bearbeitung der unbewussten innerseelischen Konflikte und damit Heilung oder Besserung möglich wird, bedarf es einer verlässlichen, schützenden und belastbaren therapeutischen Beziehung. Die Entwicklung dieser Beziehung steht deshalb im Mittelpunkt der tiefenpsychologischen Behandlung.

Klienten, die sich für eine TP entscheiden, versuchen mittels der Therapie die ihnen zunächst unüberwindbar erscheinenden Blockierungen in ihrer Arbeits- oder Beziehungsfähigkeit aus ihrer eigenen persönlichen Geschichte heraus zu verstehen, um dann in weiteren Schritten ihre Beziehungsmuster so zu verändern, dass es den eigenen Bedürfnissen nach Lebenssinn und Lebensfreude eher entspricht.