Gemeinsamer Beirat mit der Landesärztekammer

Gemeinsamer Beirat von LÄK und LPPKJP Hessen

Psychotherapeuten sind Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Ärzte. Unabhängig von den verschiedenen Grundberufen (Arzt, Psychologe/in, Pädagoge/in) ist von einem gemeinsamen Fachgebiet der Psychotherapie auszugehen. Die unterschiedlichen akademischen Zugangswege zur psychotherapeutischen Tätigkeit sehen wir als eine Bereicherung für die Weiterentwicklung des gemeinsamen Faches an. Ein Auseinanderfallen in Psychologische und Ärztliche Psychotherapie hielten wir für eine Schwächung der Position der Psychotherapie im Gesundheitswesen.

Das Hessische Heilberufegesetz bestimmt in §2 (4): „ Die Landesärztekammer und die Kammer für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten bilden zur gemeinsamen Erörterung von die Ausübung der Psychotherapie betreffenden Fragen, insbesondere zur Weiterbildung und Berufsordnung, einen Beirat. Der Beirat besteht aus mindestens zehn und höchstens zwanzig Mitgliedern, die auf Vorschlag der Kammern von dem für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerium in gleicher Zahl für jede Kammer bestellt werden. … Ziel der Arbeit des Beirats ist insbesondere die Verabschiedung von Empfehlungen zur Qualitätssicherung und zur Koordination der Weiterbildungsgänge beider Berufsgruppen. …“

Für die dritte Legislaturperiode der Psychotherapeutenkammer Hessen und als Vorschlag zur Bestellung durch das Sozialministerium wählte die Delegiertenversammlung (in alphabetischer Reihenfolge; Stellvertreter in Klammern):

Dr. Christian Alte (Dr. Claudia Stromberg)
Ina Preussner (Hans Bauer)
Sabine Wald (Jörg Wollstadt)
Susanne Walz-Pawlita (Sven Baumbach)
Birgit Wiesemüller (Tobias Günther)

Auch darüber hinaus kooperieren wir in vielfältiger Weise eng und vertrauensvoll mit der Landesärztekammer Hessen: in der Öffentlichkeitsarbeit für die Heilberufe, in der Durchsetzung heilberuflicher Belange im Gesundheitswesen, bis zum Angebot gemeinsamer Fortbildungsveranstaltungen und der Gemeinsamen Fachtagungen der beiden Kammern.

Der Gemeinsame Beirat tagt in der Regel vierteljährlich.

Wiederkehrende Tagesordnungspunkte des Gemeinsamen Beirats sind das die geplante Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung der BÄK, insbesondere im Zusammenhang mit den EU-Richtlinien zur gegenseitigen Anerkennung der Facharzttitel in Europa, die geplanten bzw. anstehenden Novellierungen der Berufsordnungen beider Kammern, das neue Vergütungssystem PEPP (Pauschalierende Entgelte Psychiatrie und Psychosomatik), besonders im Zusammenhang mit der Problematik der leistungsgerechten PiA-Bezahlung (beides mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf die Anstellung von PIA), das Hessische Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG), die Reform des Psychotherapeutengesetztes und der Ausbildung bzw. Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.